Warum ich so arbeite, wie ich arbeite

Das Ingenieurstudium hat mich gelehrt, nach den Prinzipien hinter komplexen Systemen zu suchen. Die Heilpraktikerausbildung hat mir gezeigt, wie viele dieser Prinzipien sich im menschlichen Körper wiederfinden. Meine Ausbildungen zur Psychologischen Beraterin, Coachin und Mentorin und viele Jahre Unterricht haben meinen Blick auf Verantwortung, Kommunikation und Lernen geprägt.

Heute verbinde ich all diese Erfahrungen in meiner Arbeit als Heilpraktikerin, Dozentin und Schulleiterin.

Nicht, weil ich diesen Weg von Anfang an geplant hätte.
Sondern weil sich rückblickend ein erstaunlich klarer roter Faden darin zeigt.

Mein Weg begann mit technischen Systemen

Von 1987 bis 1993 studierte ich Wasserwirtschaft an der Technischen Universität Dresden. Dieses Studium war ausgesprochen vielseitig. Bauwesen, Strömungslehre und Hydraulik, Biochemie, Mikrobiologie und Hygiene, Hydrologie und Meteorologie sowie Mess-, Steuer- und Regeltechnik gehörten ebenso dazu wie das Verständnis komplexer technischer und natürlicher Systeme. Mich interessierte nie nur ein einzelnes Fachgebiet. Mich faszinierte immer die Frage, wie verschiedene Bereiche zusammenwirken und welche Prinzipien ein System im Innersten zusammenhalten.

Nach dem Studium arbeitete ich zunächst als Projektingenieur. Später konzipierte und organisierte ich wissenschaftliche Fachtagungen und Symposien.

Damals ahnte ich noch nicht, dass genau diese Fähigkeit – Zusammenhänge zu erkennen und Wissen zu strukturieren – einmal den Kern meiner heutigen Arbeit bilden würde.

Heilpraktikerin wurde ich nicht nach einem geraden Plan

Mein Weg zur Heilpraktikerin begann nicht mit einer großen Berufungsgeschichte. In der Baukrise verlor ich meine Stelle als Projektingenieur. Einige Jahre später wurde die Veranstaltungsreihe eingestellt, die ich aufgebaut hatte. Mit Anfang 30 stellte ich mir deshalb eine einfache Frage:

Was möchte ich eigentlich bis zum Ende meines Berufslebens tun?

Der nächste Impuls kam zunächst von außen. Im Zusammenhang mit der Entwicklung und Vermarktung eines Medizinproduktes bekam ich das Angebot, die Heilpraktikerausbildung zu absolvieren. Ich begann die Ausbildung. Als ich sie abgeschlossen hatte, existierte das Medizinprodukt nicht mehr. Geblieben waren die bestandene Heilpraktikerprüfung und die Erkenntnis:

Jetzt bin ich Heilpraktikerin. Und nun?

Heute weiß ich, dass dieser scheinbare Umweg genau der richtige war.

Im menschlichen Körper begegnete mir vieles wieder

Während der Heilpraktikerausbildung fiel mir etwas Überraschendes auf. Viele Zusammenhänge kamen mir vertraut vor. Das Herz arbeitet als Pumpe. Das Hormonsystem folgt Regelkreisen. Das Nervensystem überträgt Informationen. Plötzlich begegneten mir Prinzipien aus dem Ingenieurstudium in einem völlig neuen Zusammenhang. Natürlich ist der menschliche Körper keine Maschine. Aber die Denkweise, Systeme über ihre Zusammenhänge zu verstehen, begleitet mich bis heute. Deshalb betrachte ich Organsysteme nie isoliert. Mich interessiert, wie sie zusammenarbeiten und warum Symptome fast immer Teil eines größeren Zusammenhangs sind.

Seit 2005 arbeite ich als Heilpraktikerin in eigener Praxis. Seit 2008 unterrichte ich angehende Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker und leite seitdem die DAHP – Heilpraktikerschule BDN Dresden.

Ich suche das einfache Prinzip hinter der Komplexität

In meinen Schulzeugnissen stand viele Jahre derselbe Satz:

„Heike verfügt über ein ausgeprägtes Abstraktionsvermögen.“

Damals war das einfach eine Beschreibung. Heute weiß ich, dass genau diese Fähigkeit meine Arbeit prägt. Wenn ich einen komplexen Zusammenhang vor mir habe, suche ich zuerst nach dem Grundprinzip dahinter.

Ich reduziere Komplexität so lange, bis das Grundprinzip sichtbar wird.
Von dort aus baue ich den Zusammenhang wieder auf.

So entstehen viele meiner Metaphern, Vergleiche und Bilder. Diese Art zu erklären ist nicht das Ergebnis einer einzelnen Ausbildung. Sie ist über viele Jahre in meinem eigenen Denken und Unterrichten gewachsen.

Ich nehme niemandem das Denken ab

Wenn eine Teilnehmerin oder ein Teilnehmer etwas nicht verstanden hat, erkläre ich einen komplexen Zusammenhang selbstverständlich ein zweites Mal. Irgendwann beginne ich jedoch zu fragen. Denn Verstehen entsteht nicht dadurch, dieselbe Erklärung immer wieder zu hören. Es entsteht dort, wo der eigene Denkweg wieder in Bewegung kommt.

Ich nehme niemandem das Denken ab. Aber ich lasse auch niemanden allein, wenn es hakt.

Diese Haltung prägt sowohl meinen Unterricht als auch meine therapeutische Arbeit. Sie ist der rote Faden, der sich durch beides zieht.


Wo genau hakt es?

Welcher Gedankenschritt fehlt?

Was ist bereits klar?

Wo bricht die Logik ab?

Gute Begleitung beginnt mit guten Fragen

Meine Ausbildungen zur Psychologischen Beraterin, Coachin und Mentorin haben meinen Blick auf Menschen nachhaltig verändert.

Ich habe gelernt, meine eigenen Bewertungen bewusst zurückzunehmen.
Nicht vorschnell Lösungen zu liefern.
Nicht zu überzeugen.
Nicht Verantwortung zu übernehmen, die mir nicht gehört.

Stattdessen stelle ich Fragen.

Denn Menschen tragen oft mehr Antworten in sich, als sie selbst im ersten Moment sehen können. Diese Haltung prägt auch meinen Unterricht. Ich möchte Menschen nicht sagen, was sie denken sollen. Ich möchte ihnen helfen, Zusammenhänge selbst zu erkennen.

Lernen darf sich weiterentwickeln

2024 absolvierte ich eine Weiterbildung in Erwachsenenpädagogik. Für mich fühlte sich das ein wenig wie neues Spielzeug an. Nicht weil meine bisherige Art zu unterrichten falsch gewesen wäre. Sondern weil gute Didaktik nie stehen bleibt. Je größer das methodische Repertoire ist, desto besser lassen sich unterschiedliche Menschen beim Lernen begleiten.

Was heute meine Arbeit prägt

Drei Gedanken begleiten mich bis heute.

Verstehen ist wichtiger als Auswendiglernen.

Wer Zusammenhänge erkennt, braucht weniger Fakten auswendig zu lernen.

Verantwortung bleibt dort, wo sie hingehört.

Ich begleite Menschen. Ich nehme ihnen das Denken und Entscheiden nicht ab.

Komplexität braucht ein verständliches Grundprinzip.

Ist das Grundprinzip verstanden, werden auch komplexe Zusammenhänge nachvollziehbar.

Ich mache aus Einzelwissen verstehbare Zusammenhänge

Heute zeigt sich mein Weg vor allem darin, wie ich unterrichte. Ich verbinde medizinisches und naturheilkundliches Wissen, mache Wechselwirkungen sichtbar und helfe dabei, aus einzelnen Informationen einen fachlichen roten Faden zu entwickeln. Dabei geht es nicht nur darum, mehr zu wissen. Es geht darum, Zusammenhänge zu erkennen und therapeutische Entscheidungen sicher einordnen zu können.

Wie das in meinem Unterricht und meinen Seminaren konkret aussieht, erfährst du auf der nächsten Seite.

Mein Weg auf einen Blick

1987 bis 1993
Studium der Wasserwirtschaft an der Technischen Universität Dresden
Abschluss als Diplomingenieur für Wasserwirtschaft

anschließend
tätig als Projektingenieur

1994 bis 2001
Konzeption und Organisation wissenschaftlicher Fachtagungen und Symposien

2002 bis 2005
Ausbildung zur Heilpraktikerin

2005
Heilpraktikerprüfung und Eröffnung der eigenen Praxis

seit 2008
Schulleiterin der DAHP – Heilpraktikerschule BDN Dresden

2012 bis 2013
Ausbildung zur Psychologischen Beraterin

2023 bis 2025
Coaching/Mentoring-Ausbildung

2024
Weiterbildungen Erwachsenenpädagogik und Ergonomiecoach

Qualifikationen und Weiterbildungen

Wenn du dich für meine fachlichen Qualifikationen und Weiterbildungen interessierst, findest du hier eine Auswahl meiner Ausbildungen und Zertifikate.

Grundqualifikationen: Diplomingenieur

Fachpfade Heilpraktiker
Vom Einzelwissen zum roten Faden
in der Praxis.

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