Geschlechtshormone wirken nicht isoliert. Sie stehen in enger Verbindung mit Stress, vegetativer Regulation, Stoffwechsel, Schilddrüse, Immunsystem, Lebensphasen und körperlicher Belastbarkeit.
In diesem Fachseminar lernst du, hormonelle Dysbalancen bei Frau und Mann differenziert zu verstehen — nicht als isoliertes Hormonproblem, sondern im Zusammenhang mit Erschöpfung, Stressachsen, Lebensphasen, Zyklus, Fruchtbarkeit, Meno- und Andropause.
Dabei geht es um fachliche Einordnung, diagnostische Grundlagen und naturheilkundliche Begleitmöglichkeiten im heilpraktischen Kontext.
FORMAT
Hybrid: live online oder Präsenz in Dresden
UMFANG
2 Seminartage
TERMIN
07./08.11.2026
STATUS
Anmeldung möglich
TEILNAHMEGEBÜHR
BDN/BDHN: 279 €
Extern: 297 €
Hormonelle Beschwerden werden häufig sehr schnell auf einzelne Hormone reduziert: Östrogen, Progesteron, Testosteron, FSH, LH oder Cortisol. Natürlich sind diese Werte wichtig. Aber sie erklären selten das ganze Bild. Denn Geschlechtshormone sind Teil eines größeren Regulationssystems.
Wenn der Körper dauerhaft im Stressmodus arbeitet, wenn Erschöpfung, Überforderung, Schlafmangel, Entzündung oder vegetative Dysregulation im Vordergrund stehen, geraten anabole Prozesse leichter in den Hintergrund. Denn Fortpflanzung, Zyklusregulation, Libido, Aufbau, Regeneration und hormonelle Balance brauchen einen Organismus, der nicht permanent auf Alarm geschaltet ist.
Deshalb reicht es oft nicht, bei Zyklusstörungen, Libidoverlust, Wechseljahresbeschwerden, Erschöpfung oder unerfülltem Kinderwunsch nur auf einzelne Geschlechtshormone zu schauen.
Die entscheidende Frage lautet:
In welchem Regulationszustand befindet sich dieser Mensch?
Genau hier setzt dieses Fachseminar an. Wir betrachten Geschlechtshormone bei Frau und Mann im Zusammenhang mit Stress, Cortisol, vegetativer Regulation, Schilddrüse, Immunsystem, Stoffwechsel und Lebensphase.
Nicht: ein Hormon, ein Symptom, ein Mittel.
Sondern: den Zusammenhang verstehen.
Geschlechtshormone differenziert einordnen
Du lernst, Östrogen, Progesteron, Testosteron und weitere hormonelle Zusammenhänge nicht isoliert zu betrachten, sondern im Zusammenspiel mit Lebensphase, Symptomen, Labor und Regulationslage zu verstehen.
Stress und Hormonregulation verbinden
Du verstehst besser, warum Erschöpfung, Dauerstress, Schlafmangel, Cortisolbelastung und vegetative Dysregulation hormonelle Prozesse beeinflussen können — bei Frauen und Männern.
Lebensphasen fachlich verstehen
Du beschäftigst dich mit Pubertät, Zyklus, Fertilität, PMS, Meno- und Andropause und altersbedingten Veränderungen — ohne sie vorschnell zu pathologisieren.
Naturheilkundliche Ansätze sinnvoll prüfen
Du lernst, welche begleitenden Ansätze im heilpraktischen Kontext sinnvoll sein können — mit Blick auf Stressregulation, Mikronährstoffe, Ernährung, Stoffwechsel, Immunsystem und Lebensführung.
In diesem Fachseminar beschäftigen wir uns unter anderem mit:
• Grundlagen der Geschlechtshormone bei Frau und Mann
• hormonellen Regelkreisen und endokrinologischen Zusammenhängen
• Östrogen, Progesteron, Testosteron, FSH, LH und weiteren relevanten Parametern
• hormonellen Dysbalancen im Zusammenhang mit Stress und Erschöpfung
• Cortisol, vegetativer Regulation und anabolen Prozessen
• Zyklusstörungen, PMS und Regelschmerzen
• hormonellen Veränderungen in Pubertät, Meno- und Andropause
• Kinderwunsch und Fertilitätsstörungen im Regulationszusammenhang
• Libidoverlust und hormonellen Erschöpfungsmustern
• Endometriose und hormonellen Beschwerdebildern
• Schilddrüse, Stoffwechsel und Geschlechtshormonen
• Immunsystem, Darm und Entzündungsprozessen
• diagnostischen Möglichkeiten in der heilpraktischen Praxis
• naturheilkundlichen, funktionellen und regulativen Begleitmöglichkeiten
Dieses Fachseminar richtet sich an Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker sowie angehende Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker, die hormonelle Beschwerdebilder bei Frau und Mann fachlich sicherer verstehen und einordnen möchten.
Der Kurs ist besonders geeignet, wenn du Geschlechtshormone nicht isoliert betrachten möchtest, sondern den Zusammenhang zwischen Stress, Erschöpfung, Schilddrüse, Immunsystem, Stoffwechsel, Lebensphase und hormoneller Regulation besser verstehen willst.
Da es in diesem Fachseminar um Erkrankungen, Diagnostik, Laborwerte und therapeutische Einordnung geht, richtet sich der Kurs ausdrücklich an Menschen mit Heilpraktikererlaubnis oder an Menschen, die sich auf diesen beruflichen Weg vorbereiten.
Reines Hormoncoaching außerhalb einer entsprechenden Therapieerlaubnis ist nicht Inhalt dieses Kurses.
Termin:
07./08.11.2026
Zeiten:
9 bis 17 Uhr
Format:
Hybrid: live online oder Präsenz
Ort bei Präsenzteilnahme:
Lehrpraxis Heilpraktikerschule
Nürnberger Straße 39
01187 Dresden
Umfang:
2 Seminartage
Teilnahmegebühr:
BDN/BDHN: 279 €
Extern: 297 €
In der Praxis erlebe ich immer wieder, dass hormonelle Beschwerden sehr schnell auf einzelne Werte oder einzelne Mittel reduziert werden.
Zyklusstörung? Mönchspfeffer.
Wechseljahre? Phytohormone.
Testosteron niedrig? Aufbauprogramm.
So einfach ist es selten. Natürlich können einzelne Mittel, Mikronährstoffe oder naturheilkundliche Maßnahmen fachlich sinnvoll sein.
Aber sie ersetzen nicht die entscheidende Frage, in welchem Zustand sich der Organismus gerade befindet.
Geschlechtshormone gehören zu den aufbauenden Systemen des Körpers. Solche Prozesse brauchen Energie – und Energie setzt Regulation voraus. Aufbau, Regeneration, Zyklus, Fruchtbarkeit und hormonelle Balance brauchen Bedingungen, unter denen der Organismus nicht dauerhaft im Alarmmodus arbeitet. Wenn Stress, Erschöpfung, Schlafmangel, Entzündung, Überforderung oder vegetative Dysregulation dominieren, kann der Körper andere Prioritäten setzen. Das betrifft nicht nur Meno- oder Andropause. Auch Pubertät, Kinderwunsch, Zyklusstörungen, Erschöpfung, Libidoverlust oder hormonelle Beschwerden bei Männern und Frauen können nur sinnvoll verstanden werden, wenn der größere Zusammenhang mitgedacht wird.
Die Pubertät ist nicht einfach „Hormone fahren hoch und alles wird schwierig“. Wechseljahre sind nicht einfach „Hormone fallen ab und jetzt ist alles vorbei“. Und Kinderwunsch ist nicht nur eine Frage einzelner Werte. Diese Lebensphasen sind biologische Übergänge – und wie sie erlebt werden, hängt stark davon ab, in welchem Regulationszustand sich ein Mensch befindet.
In diesem Kurs geht es deshalb nicht um einfache Hormonrezepte, sondern darum, hormonelle Dysbalancen fachlich sauber, differenziert und im Zusammenhang zu verstehen.
Nicht: Mit Mönchspfeffer gegen Stress.
Sondern: erst verstehen, welche Regulation aus dem Gleichgewicht geraten ist.
Hormonstörungen bei Frau und Mann ist Teil des Fachpfades Vegetative Regulation & Energie.
Hormonstörungen bei Frau und Mann baut auf dem Basiskurs Noch dauergestresst oder schon erschöpft? auf. Während dort die Grundlagen der vegetativen Regulation vermittelt werden, zeigt dieser Kurs, wie eng Geschlechtshormone mit Stressregulation, Energiebereitstellung und den aufbauenden Prozessen des Organismus verbunden sind.
Querverbindungen bestehen zu:
• Immunsystem
• Darm und Mikrobiom
• Stressregulation
• Schilddrüse
• Roter Faden
Fachpfade Heilpraktiker
Vom Einzelwissen zum roten Faden
in der Praxis.
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