Infusionstherapie ist mehr als das Legen eines venösen Zugangs. Sie verbindet praktisches Handwerk, Hygiene, Materialkunde, rechtliche Sicherheit und therapeutische Entscheidungskompetenz.
In diesem Präsenzseminar lernst du die Grundlagen der Infusionstherapie praxisnah kennen: vom sicheren Umgang mit Material und Infusionsbesteck über Vorbereitung, Durchführung und Überwachung bis zur Frage, welche Rezepturen in welchem Zusammenhang sinnvoll sein können.
Dabei geht es nicht nur darum, Infusionen technisch korrekt anzuwenden. Entscheidend ist auch die therapeutische Frage dahinter: Was möchte ich erreichen — Substitution, Entlastung, Aufbau, Unterstützung oder notfallbezogene Handlungsfähigkeit?
FORMAT
Präsenzseminar in Dresden
UMFANG
2 Seminartage
TERMIN
05./06.12.2026
STATUS
Anmeldung möglich
TEILNAHMEGEBÜHR
BDN/BDHN: 279 €
Extern: 297 €
zzgl. 30 € Material
Infusionstherapie kann technisch oder rezeptorientiert vermittelt. Auf der einen Seite steht das Handwerk: Hygiene, Material, venöser Zugang, Tropfgeschwindigkeit, Überwachung, Dokumentation und Notfallbereitschaft. Auf der anderen Seite stehen die Rezepturen: Vitamin C, Magnesium, Aminosäuren, Mineralstoffe, Hydrogencarbonat oder andere bewährte Kombinationen. Beides ist wichtig. Entscheidend wird es aber erst im Zusammenspiel.
Denn die entscheidende Frage lautet nicht nur:
Wie lege ich eine Infusion?
Und auch nicht nur:
Welche Mischung kann ich geben?
Die entscheidende Frage lautet:
Was will ich therapeutisch erreichen — und ist eine Infusion dafür der passende Weg?
Gerade in Erschöpfungs-, Mangel- oder Belastungssituationen kann die Infusionstherapie im heilpraktischen Kontext eine wichtige Rolle spielen, weil ausgewählte Substanzen unter Umgehung des Verdauungstrakts zugeführt werden können. Gleichzeitig braucht sie klare Indikationen, saubere Grenzen, hygienische Sicherheit und eine gute Einschätzung der Belastbarkeit des Menschen.
In diesem Kurs verbinden wir deshalb praktische Anwendung mit therapeutischer Logik.
Nicht Rezepturen sammeln.
Sondern Infusionstherapie fachlich begründet einsetzen.
Infusionen sicher vorbereiten
Du lernst Materialien, Infusionsbesteck, Infusionslösungen, Vorbereitungsschritte und hygienische Anforderungen kennen — praxisnah und mit Blick auf die spätere Anwendung.
Praktische Durchführung verstehen und üben
Du beschäftigst dich mit dem Legen eines venösen Zugangs, Ablauf, Überwachung, Dokumentation und typischen Fehlerquellen bei der Infusionstherapie.
Rezepturen fachlich einordnen
Du lernst bewährte Rezepturen aus der Praxis kennen und verstehst besser, welche therapeutischen Ziele damit verbunden sein können — etwa Substitution, Aufbau, Entlastung oder Regulation.
Therapeutische Ziele klarer formulieren
Du übst, nicht nur an einzelne Substanzen zu denken, sondern an die Frage: Was braucht dieser Mensch gerade, was ist sinnvoll, was ist sicher — und wo liegen die Grenzen?
In diesem Fachseminar beschäftigen wir uns unter anderem mit:
• Grundlagen der Infusionstherapie
• rechtlichen und hygienischen Rahmenbedingungen
• Materialkunde und Infusionsbesteck
• Vorbereitung von Infusionslösungen
• Legen eines venösen Zugangs
• Ablauf und Überwachung einer Infusion
• Dokumentation und Patientensicherheit
• Indikationen, Kontraindikationen und Risiken
• Infusionstherapie im Notfallkontext
• Volumen, Tropfgeschwindigkeit und praktischer Durchführung
• Vitamin-C-Infusionen
• Magnesium-Infusionen
• Aminosäuren, Mineralstoffe und Aufbauinfusionen
• Hydrogencarbonat und weiteren bewährten Rezepturansätzen
• Substitution bei Erschöpfung, Mangel- und Belastungssituationen
• Entscheidungskriterien: Wann Infusion, wann Injektion, wann oral?
• praktischem Üben und Anwendungssicherheit
Dieses Präsenzseminar richtet sich an Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker sowie angehende Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker, die Infusionstherapie fachlich, hygienisch und praktisch sicherer anwenden möchten.
Der Kurs ist besonders geeignet, wenn du nicht nur wissen möchtest, welche Rezepturen es gibt, sondern Infusionstherapie als therapeutisches Werkzeug verstehen willst: mit klarer Zielsetzung, sicherer Durchführung und verantwortungsvoller Anwendung.
Da es sich um ein invasives Verfahren handelt, gelten Zugangsvoraussetzungen. Für die praktischen Anteile brauchst du eine entsprechende fachliche Grundlage, insbesondere Hygiene, Injektionslehre/Injektionskurs sowie Notfallkenntnisse.
Termin:
05./06.12.2026
Zeiten:
jeweils 9 bis 17 Uhr
Format:
Präsenzseminar
Ort:
Lehrpraxis Heilpraktikerschule
Nürnberger Straße 39
01187 Dresden
Umfang:
2 Seminartage
Teilnahmegebühr:
BDN/BDHN: 279 €
Extern: 297 €
jeweils zzgl. 30 € Verbrauchsmaterial
Zugangsvoraussetzungen:
Hygiene · Injektionslehre/Injektionskurs · Notfall/Erste Hilfe
Infusionstherapie ist für mich ein sehr praktisches Werkzeug — besonders dann, wenn der Körper gezielt unterstützt werden soll und orale Aufnahme oder intramuskuläre Injektionen an Grenzen kommen.
Ich bin zur Infusionstherapie vor allem über Menschen mit Erschöpfung, hoher Belastung und deutlichem Substitutionsbedarf gekommen. In solchen Situationen stellt sich häufig die Frage, wie sinnvoll der Weg über den Verdauungstrakt gerade ist — und ob eine andere Form der Zufuhr therapeutisch besser passt.
Gleichzeitig ist Infusionstherapie kein Selbstzweck. Nur weil etwas infundiert werden kann, ist es noch nicht automatisch sinnvoll. Und nur weil eine Rezeptur bekannt ist, heißt das nicht, dass sie in jedem Fall passt. Deshalb geht es in diesem Kurs um beides: um das sichere praktische Handwerkszeug und um die therapeutische Entscheidung dahinter.
Welche Substanz?
Welches Ziel?
Welche Belastbarkeit?
Welche Dosierung?
Welche Geschwindigkeit?
Welche Grenze?
Genau diese Fragen entscheiden darüber, ob Infusionstherapie verantwortungsvoll eingesetzt wird. Infusionstherapie braucht Klarheit, Ruhe und korrektes Arbeiten. Sie braucht Hygienebewusstsein, Notfallfähigkeit und ein Verständnis dafür, was während einer Infusion im Menschen passiert — körperlich, praktisch und therapeutisch.
Nicht: Rezeptur abschreiben und Tropf anhängen.
Sondern: verstehen, was du tust, warum du es tust und worauf du achten musst.
Praktische Infusionstherapie ist Teil des Fachpfades Roter Faden.
Querverbindungen bestehen zu:
• Vegetative Regulation & Energie
• Immunsystem
• Burnout und Erschöpfungssyndrome
• Anamnese, Befundung und Labor
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